Perfekte Nähte

Vom Trendgarn bis zum Klassiker.

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Der überwendliche Stich

Vorab werden die Strickteile den Schnittmaßen entsprechend auf eine weiche Unterlage gesteckt, wobei die Kanten nicht verzogen werden dürfen. Eine Kante, die nicht einrollt, erleichtert das Zusammennähen erheblich. Anschließend die Teile mit feuchten Tüchern bedecken – gegebenenfalls beschweren – und trocknen lassen. Die Nähte werden mit dem gleichen Garn geschlossen, mit dem auch gestrickt wurde. Eine stumpfe Stricknadel bzw. Smyrnanadel eignet sich dafür am besten.

Beim Verarbeiten von dicken Garnen empfiehlt es sich, sofern es die Garnstruktur erlaubt, den Faden zu teilen. Bei Noppen- bzw. Effektgarnen ist es ratsam, zum Nähen eine dünnere glatte Wolle der gleichen Farbe zu verwenden. Nähgarn ist für diesen Zweck nicht geeignet, weil es nicht elastisch genug ist.

Üblicherweise werden die Seiten- und Ärmelnähte bei Pullovern und Jacken im Matratzenstich zusammengenäht. Diese Naht ist fast unsichtbar, denn sie wird von der rechten Seite des Gestricks geschlossen und deshalb auch besonders gut für Rechts-Links- und farbige Muster zu empfehlen (Abb.1 und 2).

Für das Zusammennähen bei dicken Garnen empfiehlt sich der Knötchen- oder Zickzack-Stich. Hierbei wird der Faden durch den Knötchenrand beider Strickteile geführt und bildet so eine Zickzack-Linie (Abb. 3). Auf diese Weise entsteht eine sehr flache Naht.

Eine weitere Möglichkeit zum Konfektionieren von Strickteilen aus dickem Garn ist der überwendliche Stich, dafür werden die Strickteile mit der linken Seite nach oben gelegt und abwechselnd von rechts nach links jeweils in die vordere halbe Randmasche eingestochen.

Je nachdem für welche Art der Naht Sie sich entscheiden, ist die entsprechende Randmasche wichtig. Für den Matratzen- bzw. überwendlichen Stich ist eine feste Kante erforderlich, d. h. die Randmasche wird in jeder Reihe mitgestrickt, dafür dem Muster entsprechend als rechte bzw. linke Masche. Bei abgehobenen Randmaschen entstehen oft kleine Löcher, welche die Naht uneben erscheinen lassen. Für den Knötchenrand wird die Randmasche am Anfang in Hin- und Rückreihen immer rechts abgehoben, am Ende der Reihe immer rechts gestrickt, auch bei sonst links gestrickten Mustern.

Abb. 1: Matratzenstich rechtsseitig

Die Naht wird auf der rechten Seite des Gestricks gearbeitet, beide Teile liegen mit der rechten Seite nach oben nebeneinander. Wechselweise fasst man den Querfaden zwischen der ersten und zweiten Randmasche und zieht den Faden nach 1 bis 2 cm so weit an, dass die Maschen beider Teile dicht zusammen kommen. Die Naht darf nicht mehr zu sehen sein, muss aber elastisch bleiben.

Perfekte Nähte - Abbildung 1

Abb. 2: Matratzenstich linksseitig

Die Naht wird auf der linken Seite des Gestricks gearbeitet. Man legt beide Strickteile mit der linken Seite nach oben und fasst vom rechten und linken Teil immer die zweite Randmasche. Der Faden wird so weit angezogen, dass die Maschen beider Teile dicht zusammen liegen und keine Naht mehr erkennbar ist.

Perfekte Nähte - Abbildung 2

Abb. 3: Knötchen- oder Zickzack-Stich

Bei allen Randmaschen bilden sich entweder die sogenannten „Knötchen“ oder abwechselnd längere oder kürzere Maschen. Hier legt man beide Strickteile mit der linken Seite nach oben nebeneinander und fasst wechselweise vom rechten und linken Teil immer je 1 Knötchen bzw. die kürzere Randmasche mit der Nadel. Den Faden zieht man leicht, aber nicht zu fest an, die Naht muss ein wenig elastisch bleiben.

Perfekte Nähte - Abbildung 3

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