Fäden "einweben"

Die Technik des Einwebens mag am Anfang etwas kompliziert erscheinen, doch es lohnt auf jeden Fall, sich diese Arbeitsweise anzueignen. Damit können natürlich auch bei unifarbenen Strickteilen alle Fadenenden eingearbeitet werden, ebenso lassen sich bei Jacquard-Mustern auf dieselbe Weise lange Spannfäden „umstricken”. Hierbei reicht es aus, jede 3. Masche einzuweben.

An einem Probeläppchen lässt sich diese Technik ganz schnell ausprobieren. Beim Farbwechsel mit dem neuen Faden die ersten beiden Maschen stricken, dabei den Faden ca. 8-10 cm hängen lassen und den alten Faden auf dieselbe Länge kürzen, dann beide Enden fest anziehen und hinter der Arbeit herführen. Die beiden Fäden werden während des gesamten Arbeitsganges mit Daumen und Mittelfinger der linken Hand festgehalten. Nun wie zum Rechtsstricken von vorne in die folgende Masche einstechen, die mitgeführten Fäden von hinten über die rechte Nadelspitze herumlegen, dann mit dem Arbeitsfaden die Masche abstricken (Abb. 1). Die Fadenenden liegen jetzt vor dem Arbeitsfaden. Die folgende Masche wird ganz normal rechts abgestrickt , d.h. die Fadenenden bleiben unter der Nadel (Abb. 2).

Diese beiden Arbeitsgänge – abwechselnd einmal die Fäden über und einmal unter den Arbeitsfaden legen – über einige Zentimeter fortlaufend wiederholen. Wenn die Fäden, so wie beschrieben, eingewebt werden, sieht die Rückseite der Handarbeit aus wie auf Abb. 3.

Bevor die Enden der eingewebten Fäden abgeschnitten werden, können durch leichtes Anziehen dieser Restfäden kleine Ungleichmäßigkeiten im Maschenbild ausgeglichen werden.

Fäden einweben - Abbildung 1

Abbildung 1

Fäden einweben - Abbildung 2

Abbildung 2

Fäden einweben - Abbildung 3

Abbildung 3

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